Nebenuhr-Steuerung…

… oder: Was ist eine Nebenuhr?

Jeder, der schon mal auf einem Bahnhof gewesen ist, hat sie schon gesehen. Typischerweise sind die Uhren in Bahnhöfen noch heute häufig abhängig von der Steuerung einer Haupt- oder Mutteruhr.

Daher die Bezeichnung Neben- bzw. Tochteruhr.

Diese sind nichts anderes als „Befehlsempfänger“ der Hauptuhr.

Praktisch aufgebaut sind solche Nebenuhren nichts weiter als ein Elektromagnet, an dem Zeiger befestigt wurden. Batterieeinlegen und die Zeit angezeigt bekommen geht daher nicht. Diese Uhren brauchen einen Takt, der zudem noch zu jedem Schritt umgepolt werden muss.

Was hat man davon?

Nun, es genügt eine (sehr genaue Uhr) um ggf. hunderte oder tausende weiterer Uhren synchron zu steuern. Zudem ist keine eigenen Stromversorgung der Nebenuhren nötig, da diese nur im Umschaltzeitpunkt (typischerweise einmal pro Minute) einen (kurzen) Impuls über die Hauptuhr bekommen.

Nebenuhr-mod

Das Bild zeigt eine solche Nebenuhr, welche recht günstig beim Auktionshaus Ihres Vertrauens erstanden werden kann.

Um eben diese Uhr in Betrieb zu nehmen, habe ich eine kleine aber funktionierende Steuerung entwickelt, die schon einige Jahre klaglos ihren Dienst mit der obigen Uhr verrichtet.

Nebenuhr-Steuerung

Stückliste_Nebenuhr-Steuerung

Die beiden .pdf Dateien enthalten Schaltplan und Stückliste.

Die Software dazu können Sie auf Anfrage per Mail von mir bekommen. Ich bitte jedoch darum, diese lediglich für private Zwecke zu nutzen.

Wie funktioniert´s?:

Die Steuerung gibt alle 60 Sekunden an den beiden Anschlüssen X-L1 und X-L2 einen kurzen Impuls aus, der jedesmal die Polarität wechselt. Damit wird der Elektromagnet alle 60 Sekunden umgepolt und die Zeiger der Uhr bewegen sich eine Minute weiter.

Der Taster ermöglicht es, die Zeiger 3 Minuten pro Sekunde zu verstellen. Damit kann man die Uhr auf die richtige Uhrzeit vorstellen. Praktisch geht das so, dass die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit in 20 Sekunden erledigt ist, die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit braucht 1 Stunde! (Ich ziehe einfach für eine Stunde den Stecker des Netzteils, macht weniger Arbeit, als die Uhr 11 Stunden vorzustellen…)

Sie werden sich sicher fragen, warum die Zeiger nicht mit einer höheren Frequenz verstellt werden können, damit das Stellen der Uhr und die Sommer-/Winterzeit-Umstellung schneller geht? Nun, das liegt an den mechanischen Eigenschaften der Uhr, schneller geht´s halt nicht, und wenn doch, verschluckt die Trägheit der Mechanik einfach einige Schritte…

Ein Hinweis noch zu der Spulenspannung der Uhr. Die oben abgebildete Uhr hat Spulen mit einer Nennspannung von 60 Volt, der Spannungswandler liefert aber nur 24 Volt.

Macht aber nichts, es reicht aus, um die Uhr anzusteuern und zuverlässig zu funktionieren.

Viel Spaß beim Nachbauen.

 

Scope-Clock

Wenn von einer „Scope-Clock“ die Rede ist, meint man häufig das Anzeigen einer Uhr auf einer mehr oder weniger alten Oszilloskopröhre. Alternativ dazu gibt es auch „Scope-Clocks“, die auf (analogen) Oszilloskopen eine Uhr anzeigen.

Die bekannteste Scope-Clock dürfte der Bauvorschlag von Sascha Ittner sein, der auf der Röhrenbudenseite von Joachim Gittel veröffentlicht wurde.

Ich habe das Teil natürlich auch nachgebaut (mit der DG7-16) und natürlich hat es mich auch gereizt, andere Röhren an den Bauvorschlag anzupassen.

Ich denke, das ist gelungen und daher zeige ich hier zuerst die Anpassung an eine D18-141GH von Telefunken, die Jan Wüsten in seinem Angebot hat.

Scopeclock_D18-141_1

 

Der Anschluss der Röhre an die Scope-Clock Platine erfolgt, wie im unteren Bild ersichtlich.

D18-141GH_Anschlussplan

Es sind außerdem noch folgende Widerstände zu ändern:

R55 alt = 470k, neu = 150k

R54 alt = 82k, neu =470k

R53 alt = 20k, neu =10k

R52 (Poti) alt = 50k, neu = 100k

R51 (Poti) alt = 100k, neu = 250k

Die restlichen Werte passen.

 

Die o.g. Werte sind experimentell ermittelt und funktionieren mit der D18-141GH.

Natürlich kann ich für die Werte keine Garantie geben, weis aber, dass sie funktionieren.

Und immer daran denken, dass die verwendeten Spannungen sehr (!!!) ungesund sind!

 

 

Hallo Welt!

Da ist er nun … mein Auftritt im WorldWideWeb.

Was Sie hier erwartet?

Nun, in meiner wenigen Freizeit, die mir Familie und Beruf lassen, befasse ich mich mit Elektronischem. Entweder fällt mir etwas ein, was ich dann versuche umzusetzen, oder aber ich baue etwas nach, weil ich´s toll finde, oder, oder, oder.

Da ich prinzipiell an allem interessiert bin, was mit (Elektro-)technik zu tun hat, dachte ich mir, dass ich ´mal ´was von dem zeige, was ich so die letzten Jahre gebastelt habe.

Ein bisschen KELINGEDRUCKTES muss aber sein:

Alles, was ich hier vorstelle, tue ich vor dem Hintergrund „vom Bastler – für den Bastler“.

Ich verfolge keinerlei Gewinnabsichten und wenn ich hier Bauteile anbiete, dann ausschließlich zum Selbstkostenpreis.

Die bei meinem Schaltungen verwendeten Spannungen sind oft „ungesund“ und daher dürfen nur diejenigen die Schaltungen nachbauen und/oder nutzen, die wissen, was Hochspannung und deren Gefährdungspotential bedeutet. Lassen Sie bitte die Finger davon, wenn Sie nicht genau wissen, was Sie tun.

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